Freitag, 24. Juli 2009

Neuzeit, Aktuell, Eden Lake

Ja, was war denn das? Zur Abwechslung habe ich mich mal wieder den modernen Filmen zugewandt und dieses kleine Schmuckstück aus England an Land gezogen. Was fällt auf? Wenn man permanent in schwarz-weißen, grobkörnigen und z.T. verwaschenen Welten lebt, dann findet man erst mal scharfes Bild ganz angenehm und erfrischend.
Erfrischend und leicht kommt der Film dann auch daher. Ein Pärchen fährt an einen See, um etwas Urlaub zu machen. Da sind diese Rotzgören, die wirklich den untersten Bodensatz darstellen. Männer müssen sich beweisen und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Eden Lake, das ist ein Film zum drüber diskutieren.
Erschreckend, wie real der Film wirkt und wie nüchtern die Inszenierung ist.
Auch bei uns ergab sich daraus Stoff für wenigstens eine Stunde Palaver. Das hat schon lange kein Film mehr geschafft. Ich will auch gar nicht zu viele Worte darüber verlieren. Der Film ist großartig, die Schauspieler spielen glaubhaft und passen perfekt und das Filmset ist auch sehr atmosphärisch. Endlich mal wieder ein intelligenter Horrorfilm mit schöner Optik und einer spannenden Geschichte. Bitte mehr davon in Zukunft!
Schade, dass der Film bei uns in Deutschland in 2 Versionen erschienen ist. Nur die JK/Spio Version ist ungeschnitten. Also unbedingt darauf achten. Wegen des starken Realismus wird Eden Lake sicherlich auch in naher Zukunft auf dem Index landen. Es lebe das Zensurland!
Fazit:
Sollte man sich anschauen, aber keinen gewöhnlichen Slasher erwarten.

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