Mittwoch, 23. September 2009

Auf U-17 ist die Hölle los (The Atomic Submarin 1959)

Endlich, endlich ist mein Exemplar vom Atomic Submarin eingetroffen. Nach viel zu langer Lieferzeit (da ICatcher leider mir Hermes verschickt), habe ich mich sofort vor die Mattscheibe gehängt und den Film gesichtet.
Im Vorfeld hörte man ja doch ein paar negative Kommentare. Sie treffen zum Glück nicht zu.
Story? Am Nordpol gehen Schiffe verloren und deshalb muss ein Atomuboot losschippern und den Dingen auf den Grund gehen.
Im Prinzip war das schon der gesamte Plot. In 70 min erzählt der Film eine wunderbare Geschichte über Trennungsschmerz, Existenzängste, Teamwork, gesellschaftsimmante Konfliktmustern und ein riesiges Tentakelmonsterauge! Jawohl! Genau so muss es sein!
Einer bezaubernde Blondine wird ihr süßer Matrose entrissen, weil er auf geheime Mission zum Nordpol muss. Der pazifistische und intellektuelle Sohn eines schlauen Wissenschaftlers, der wegen Krankheit nicht mit darf, wird ebenfalls auf die Reise geschickt. Außerdem gibt es vor der Abfahrt noch einige trashige Dialoge zu belächeln. Kampftaucher sind ebenfalls dabei!
Wem das noch nicht genug ist: es gibt schwimmende Untertassen, weiße Taucheranzüge, schmelzende Gesichter, Miniaturuboote (die wirklich unglaublich "echt" wirken ;-) ) und Schweißarbeiten an einem UFO.
Das UFO kann außerdem Schlabberschleim absondern, so dass Atomsprengköpfe einfach vorbei bommeln. Außerdem benötigt der Außerirdische Magnetismus vom Nordpol und muss deshalb immer wieder zurück schippern.
Der Film kann einiges, allerdings sollte man dafür seine Erwartungen auf 0 setzen. Er ist sicherlich kein Meisterwerk und wird von Genrefans eher nicht in den Himmel gelobt, aber er hatte für mich einfach zu viel Charme und Naivität.
Allein der großarte Zick-Zack-Kurs den das UBoot beschreibt, ist urkomisch.
Audiokommentar ist auch wieder an Board.
Dieses mal vom großartigen Dr. Rolf Giesen. Ansonsten die obligatorische Super 8 Fassung, Trailer und Bildergalerie. Eine phantastische Veröffentlichung, die das hohe Niveau der Reihe hält. Ein informatives Booklet wurde ebenfalls wieder beigelegt. Vielen Dank Anolis für diese tolle DVD! Ich hoffe, dass in naher Zukunft die letzten Filme der Serie gelüftet werden. Als nächsten kommen die Killer Shrews und irgendwann dann auch Fiend Without a Face.
Die Fangemeinde wartet und versüßt sich die Zwischenzeit mit der neuen Classic Horror Reihe von Koch Media.

Kommentare:

  1. "The Atomic Submarine" ist sicher kein "Bucket of Bloof", der ja trotz aller B-Qualitäten ein echter Klassiker ist, aber dennoch bietet "U 17" beste Unteraltung und reiht sich phantastisch in diese Reihe ein. Außerdem ist es dem Anbieter widerrum gelungen, ein äußerst ansprechendes, dem Alter des Films angemessenes Artwork zu bieten, das die DVd noch einmal aufwertet. Auch die Extras sind nicht überwältigend viel, sind aber infomativ und machen Spaß. Einziger Wermutstropfen ist der fehlende Audiokommentar von Christian Kessler. Dem kann Herr Gießen nicht das Wasser reichen, er wirkt - auf mich - bestenfalls einschläfernd.

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  2. Jep, zum Glück ist Herr Kessler beim 4. Teil der Serie wieder mit dabei!!!
    Auf den freue ich mich auch schon riesig.

    Trotzdem ist der Kommentar von Gießen ok. Man erfährt wirklich viele Sachen. Das einzige Problem ist die etwas monotone Vortragsweise.

    Egal. Eine der besten Serien in diesem Jahr, die sich zu Recht so gut verkauft!
    Hoffen wir auf eine zweite Box!

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