Mittwoch, 30. Dezember 2009

The Killer Shrews (die Nacht der unheimlichen Bestien - 1959)

"I must go down to the seas again, to the lonely seas and the sky" - eine epische Einleitung (nur in der deutschen Fassung enthalten) für einen epischen Film?

Mitnichten! The Killer Shrews ist ein absolutes Trashfeuerwerk. Auf einer abgelegenen Insel macht ein verrückter Wissenschaftler Experimente mit Spitzmäusen (die fälschlicherweise in der deutsche Fassung für Ratten gehalten werden). Die Mäuse wurden durch ein Serum zu schnellem Wachstum motiviert, brachen aus und stromern nun auf der Insel rum auf der Suche nach Nahrung.


James Best ist zusammen mit seinem schwarzen Sidekick auf dem Weg zur geheimnisvollen Insel, um Lebensmittel abzuliefern.

Leider ist die Rolle des schwarzen Mitstreiters sehr durch die Zeit gekennzeichnet und aus heutiger Sicht zu Recht so nicht mehr hinnehmbar.

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt des Films ist die hauseigene Minibar. Hier betrinkt sich der Protagonist mit seiner hübschen blonden Bekanntschaft und schmiedet Pläne.


Ergänzt wird die Dramatik durch Konflikte und Spannungsverhältnisse innerhalb der Gruppe. Als erstes muss dann auch schon unser schwarzer Freund dran glauben.

Da er für die Drecksarbeit zuständig ist, muss er zurück zum Boot und es festmachen. Die Killerbiester wittern ihn natürlich. Bei dem Versuch auf einen sehr instabilen Baum zu flüchten (man sollte wohl eher Busch sagen), gibt dieser unter ihm nach und ermöglicht es so den mit Gummiüberzug verkleideten Schäferhunden sich an ihm zu laben.

In anderen Szenen werden die Killerspitzmäuse gekonnt von Handpuppen dargestellt, die einen nicht minderen Schockeffekt beim Zuschauer provozieren.

Nachdem die Spitzmäuse auf der Insel alles Leben verputzt haben, kann sie auch ein stabiles Haus nicht stoppen! Sie fressen sich einfach durch das Mauerwerk und erwischen so den Italiener, der viel zu enge Klamotten trägt!

Aber zum Glück schützt unsere restlichen Helden ein Holzlattenzaun, der im Gegesatz zur Steinmauer unüberwindbar für die Viecher ist. Halleluja!

Viele sterben, teilweise sogar blutig, und den Überlebenden gelingt es in bester A-Team Tradition, mit zusammengeschweißten Tonnen Richtung Wasser zu entkommen.

Der Film ist billig, hat wenig Handlungsorte und ziemlich miserable Schauspielerleistungen und genau das macht den Film zu einem Genuss.

Abgerundet wird er durch den Audiokommentar von Herrn Strecker und Kessler.

Letzterer gibt sogar das Lied aus dem Vorspann in eigener Interpretation zum Besten. Großartig!

Einmal mehr zeigen uns Anolis, wie man diese Filmperlen liebevoll auf DVD bannen kann.

Vielen Dank!

Kommentare:

  1. Richtig, dass war der Film mit den Hunden in Teppichresten. Sehr schön.

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  2. Mal sehen, wie die Fortsetzung wird :D
    Was für eine bescheuerte Idee!!

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