Mittwoch, 30. Dezember 2009

Stephen King - Under The Dome (Die Arena)

Wuuuuhaaaa! Das neueste Werk vom König persönlich. Lange hab ich mit mir gerungen, ob ich die 27 Kröten ausgebe, aber bei fast 1300 Seiten geht das wohl in Ordnung!

Under The Dome ist kein Horrorroman. King ist generell auch kein Horrorauthor, auch wenn ihm allerorts dieses Etikett angehängt wird.
Nach einer sehr gelungenen und temporeichen Einleitung führt King die zahlreichen Figuren ein. Ähnlich komplex wie es Schätzing mit Limit versucht hat (aber kläglich gescheitert ist), schafft es King ihnen allen ein Gesicht zu geben.

Im übrigen ist es auch viel klüger das Personenverzeichnis auf den ersten Seiten anzulegen, als es auf den letzten Seiten zu platzieren (wie es bei Schätzing der Fall ist und man deshalb immer 1200 Seiten umblättern muss - denn schließlich muss man am Anfang eines Buches nachschlagen).

Das Buch hat alles: Humor, Tragik, nachdenklingliche Aspekte, aber vor allem Spannung! Das Gaspedal wird oft getreten und dank der nachvollziehbar gestalteten und authentischen Charaktere fiebert man sofort mit.
Überhaupt ist die Figurenkonfiguration sehr schön arrangiert. King schafft den Spagat zwischen typischen und sehr individuellen Personen!
Wer die neuen Kingbücher nicht mag, sollte dennoch einen Blick riskieren, da er zwar den Horror fast komplett ausklammert, aber dennoch an die Spannung von alten Zeiten anknüpft.
Über das Ende lässt sich, wie bei so vielen Kingbüchern, streiten. Mir gefällt es mal wieder weniger, aber das war bis jetzt bei jedem Stephen King Buch so und es stört mich mittlerweile auch gar nicht mehr.

Mit "Under the Dome" hat King es geschafft eine spannende Geschichte zu erzählen und einen weiteren Klassiker zu schreiben.
Viele hätten es ihm nicht mehr zugetraut, sie wurden eines Besseren belehrt!
Bleibt zu hoffen, dass es auf diesem Niveau weiter geht und die Shiningfortsetzung vielleicht schon 2010 bei uns auf dem Nachttisch liegt.

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