Freitag, 12. Februar 2010

20 Million Miles to Earth (Die Bestie aus dem Weltraum -1957)

Es ist schon sehr ungewöhnlich, wenn eine Filmbox veröffentlich wird und zwar nicht unter dem Banner eines Regisseurs, sondern des Special Effects Mannes. So geschehen bei der Ray Harryhausen Box. Die Filme sind teilweise nicht in Deutschland erschienen, aber die Box von den britischen Inseln enthält ebenfalls eine deutsche Tonspur.
So günstig wie momentan das Pfund ist, bekommt man die 3 Filme (hier "20 million miles to earth", "It came from beneath the sea" und "Earth vs. the flying saucers") vermutlich nie wieder.

Der Film selbst beginnt mit einem Raketenabsturz vor der Küste von Sizilien. Ein kleiner Junge findet ein Behältnis, in dem sich der Weltraumglibber (wieso ist jede Form von extraterretrischem Leben eigentlich immer ein Haufen Blubberschlabber?) befindet und bringt es dem forschenden Biologen, der mit seiner hübschen Assistentin in einem Trailer die lokale Flora und Fauna untersucht. Als Belohnung erhält der kleine Italiener ein paar Lire und kann sich davon den lang ersehnten Cowboyhut besorgen. So ein Trottel. Tausche Cowboyhut gegen Alien? Hört sich für mich nach einem schlechten Deal an. Egal.
Der Glibber verwandelt sich in ein Monster, hört nicht mehr auf zu wachsen und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Meine Güte sind die Spezialeffekte großartig für die Zeit. Selbst heute würde man sie als relativ modern bezeichnen. Auf jeden Fall immer noch 3 Nasenlängen vor Godzillaproduktionen, wenn ihr mich fragt!
Das Monster ist eigentlich ganz friedlich und möchte nur vom leckeren Schwefel naschen. Dieser katalysiert sein Wachstum, aber eigentlich ist es komplett egal. Das Ding wächst sowieso.

Nachdem es in einen Viehstall gejagt (als es noch die Größe einer Parkuhr hatte) und mit Heugabeln massakriert wird, platzt der Kreatur dann aber doch der Kragen und es zermosht einen Hund. Bemerkenswert an dieser Szene ist, dass man sieht, wie ungefähr 6-8 Hühner vom linken Bildrand auf das Monster geworfen werden. Klasse!

Die Monsterhatz führt uns anschließend in das alte Rom (wo das Monster einen Elefanten platt macht) und der Film mündet in einem formidablen Showdown im Kolosseum.
Für einen Monsterfilm ziemlich spannend, die Dummheit der Menschen wird löblicherweise ausreichend aufgezeigt und die obligatorische Liebesgeschichte ist ebenfalls vorhanden. Bisweilen kommt sogar richtig Sommerstimmung auf, was mir bisher bei einem Schwarz-Weiß-Film noch nie passierte.
Der Knaller kommt aber noch: auf der Dvd sind sowohl die SW- als auch die Farbversion zu sehen! Man kann mit der Angletaste einfach im Film hin und her wechseln. Großartig! Außerdem hält die britische Version eine komplette Dvd mit Bonusmaterial bereit, das sich wirklich lohnt!
Runde Sache und dringend zu empfehlen!

Kommentare:

  1. Ray Harryhausen in Bestform...Cooler Film

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  2. Schließe mich gerne an ! :-)

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