Samstag, 13. Februar 2010

It Came From Beneath The Sea (Das Grauen aus der Tiefe - 1955)

Ray Harryhausen die Zweite. TENTAKELPOWER! Dieses Mal ist die Gefahr irdischer, genau genommen pelagischer Natur. Ein mutierter Riesenkraken treibt vor der Küste von San Francisco sein Unwesen. Warum? Wegen der Wasserstoffbombentests natürlich! Aber der Reihe nach.
Wir verfolgen die Geschichte des 55 Millionen Dollar teuren, ersten Atom U-Bootes, das von einem auf dem Radar als Amöbe erkennbarem Etwas angegriffen wird. Der Anfang zieht sich tatsächlich etwas, aber immerhin gibt es ein kleines Streitgespräch über die Auswahl der Musik an Board. Andere Gesprächsthemen sind die mögliche Wirkung von radioaktiven Strahlen auf die Potenz der Crew.

Zum Glück bleibt ein bisschen Schleim von dem Etwas an der Schiffsschraube, so dass die Forscher es in ihrem Labor (in dem selbstverständlich geraucht wird!) analysieren können. Die Forscher bestehen aus der lasziv drein blickenden Professorin Joyce (gespielt von Faith Domergue), ihrem Kollegen und einem Navytypen - die so genannten O-Ton Film "Führungskapazitäten der Vereinigen Staaten".
Zwischen den 3en entwickelt sich eine knisternde Erotik, da anscheinend beide das Weib begehren. Wie dem auch sei, an dieser Stelle habe ich die furchtbare deutsche Synchronisation abgestellt. Diese Mörderdialoge sind ganz scharf an der Grenze zur Selbstparodie.
Wirken wie aus einem Pornofilm aus den 80ern. Schlimm!
Jedenfalls finden die Forscher heraus, dass es sich um einen Kraken handelt und dieser durch Radioaktivität nicht mehr seine Beute konsumieren kann und jetzt auf Menschenjagd geht (klingt doch logisch, nicht wahr?). Diese plausible Theorie wird anhand eines Oktopoden im Aquarium verdeutlicht, aber niemand glaubt ihnen (zu Recht).

Derweil wird ein Schiff vom Riesenkraken angegriffen und der sexy Professorin gelingt es, weil sie einfach ein Fuchs ist, durch einen Trick, die Militärs von der Existenz des Kraken zu überzeugen.
Ok, der Anfang ist wirklich nicht so dolle und es überwiegt die lustig schlechte Synchro mit markigen Sprüchen und ziemlich monotone Handlungsorte.
Aber jetzt geht es auf Monsterjagd und die Schauplätze verlagern sich nach draußen.
Nessi wird erstmal mit Minen gejagt, die ins Wasser geworfen werden. Das macht ihm gar nichts aus und er spaziert eine Runde am Strand entlang. Jedenfalls zerstört er im Verlauf des Films noch eindrucksvoll die Golden Gate Bridge und wird dann durch einen Taucher und einen U-Boot-Torpedo gekillt.
Die Effekte sind wieder mal superb und die optionale Farbfassung der Zuckerguss auf dem leckeren Zelluloidkuchen. Die obligatorische Bonusdvd gibt es natürlich auch.
Beginnt schwach und hört aber gaaaaanz stark auf!

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