Freitag, 19. Februar 2010

Jack Brooks Monsterslayer (2007)

Nanu? Was macht ein so neuer Film hier? Dann muss er ja verdammt gut sein, damit er hier besprochen wird, oder was? Abwarten!

Der Titel (Trailer) ist schon seit längerer Zeit auf dem hiesigen Markt und ich habe mich bis dato aufgrund von schlechten Kritiken immer davor gedrückt, ihn zu erwerben.
Zum Glück sind der momentane Preisverfall und mein temporäres, finanzielles Glück auf einen Zeitpunkt gefallen, so dass ich für 8€ einfach zuschlagen musste.
Im Vorfeld wurde dem Film vorgeworfen, dass er billig , langweilig und schlecht sei.
Wollen wir diese völlig unzutreffende Kritik mal Stück für Stück dekonstruieren.

Der Film ist billig.
Nein, nicht wirklich. Man hat mit Robert Englund (Freddy Krüger) eine Slasherikone dabei und auch die Sets sehen in keinster Weise auch nur irgendwie billig aus.
Die Monster sind alle, zum Glück, handgemacht. Es gibt keinen einzigen Computereffekt! Schon allein deshalb kann der Film gar nicht billig sein!
Das riesige Tentakelvieh sieht so großartig aus, es ist eine Freude, dass man sowas überhaupt noch erleben kann!
Der Film ist langweilig.
Bidde? Der Film hat keine einzige Länge! In den letzten 20 Minuten herrscht nonstop Action, fast schon zu viel. Die Story wird richtig schön aufgebaut. Der Film ist weder bierernst gemeint, noch eine reine Persiflage. Wer Monsterfilme kennt und mag, erkennt etliche Motive, die auf den Arm genommen werden, aber trotzdem gleitet er nie in Blödelkomik ab. Eine reife Leistung, denn genau das schaffen 90% aller Monsterhorrorfilme nicht!
Im Vergleich zum etwa zeitgleich erschienenen "My Name is Bruce" hat Jack Brooks eine wesentlich rundere Story. Ja, man ertappt sich sogar, bei diesem kleinen Filmchen Spannung zu vernehmen. Außerdem gibt es eine auf ganz wenige Szenen limitierte Liebesgeschichte. Endlich wird dieses Thema nicht bis zum Erbrechen ausgewalzt!
Der Film ist schlecht.
Nein! Man! Guck doch mal hin!
Die Darsteller beherrschen alle blendend das Overacting. Kein bisschen des Films ist unfreiwillig komisch, obwohl es einige extrem komische Szenen gibt.
Das einzige, was an diesem Film schlecht ist, ist die deutsche Synchronisation. Die geht einem so dermaßen auf die Eier, dass man schon nach wenigen Sekunden auf O-Ton umschaltet. Kommt sowieso viel besser, da Dave Englund nur im Original so rüberkommt.
So, und jetzt noch kurz was zur total hanebüchenen, aber dafür sehr charmanten Handlung.
Jack hat Probleme, seine Aggressionen unter Kontrolle zu bringen, seit ein fieses Dschungelmonster seine Familie bei einem Campingtrip verspeist hat. Er ist Klempner und geht zur Abendschule. Sein Lehrer wird wenig später von einem in seinem Garten vergrabenen Herzen angefallen und mutiert zum fiesen Riesententakulus, der Teile der Klasse in Monster verwandelt. Jack Brooks kämpft sich aber bravourös mit Pümpel und Zange durch die Horden.
Total ausgefuchst und wirklich absolut maßgeschneidert.
Bitte gerne mehr von diesen tollen Creaturefilmen in der Zukunft! Unbedingt kaufen, damit uns vielleicht noch ein zweiter Teil beschert wird.

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