Donnerstag, 11. März 2010

Fiend without a Face (Ungeheuer ohne Gesicht - 1958)

Oi oi, was habe ich mich auf dieses Filmchen gefreut. Kein geringerer als Marshall Thompson, ja der aus der Daktari TV-Serie der 60er, glänzt in diesem, für seine Zeit gerade zu splatteresken, Meisterwerk von Arthur Crabtree.
Uns verschlägt es auf einen Luftwaffenstützpunkt in Kanada, in dessen Nähe merkwürdige Dinge vor sich gehen. Spurlos verschwinden Leute und die Bevölkerung beginnt, den dort stationierten Militärs zu misstrauen. Die experimentieren mit Radarkram und betreiben ihre Anlagen mit Atomstrom.
Ständig dieser Flugzeuglärm, das macht die Kühe doch verrückt und schon bald muss ein Bauernehepaar dran glauben.

Die Obduktion ergibt Merkwürdiges: das Gehirn und das Rückenmark sind komplett ausgelutscht worden. Die fundierte wissenschaftliche Analyse (Achtung O-Ton) Kopfvampire sind am Werk!!!!
Es folgt Geplänkel und eine völlig absurde Szene, in der Major Jeff Cummings (Thompson) die duschende Barbara Griselle überrascht und sich, in alter Machomanier, an sie ran macht. Als Bonus gibt es dann auch noch eine lustlos geführte Schlägerei. Boys gone wild!
Fräulein Griselle arbeitet übrigens für den mysteriösen Professor Walgate, dem wiederum Cummings misstraut. Zu Recht, denn der bastelt mit seinen obskuren Apparaturen an der Materialisierung von Gedanken!
Und wie sieht so ein materialisierter Gedanke in natura aus? Nun, ziemlich stilsicher: ein Gehirn mit Wirbelsäule und 2 Antennen dran.
Unsere Monster, die Fiends, sind anfangs jedoch noch unsichtbar und schlürfen sich durch die Nachbarschaft (was übrigens eindrucksvoll vertont wurde!). Aus diesem Grund denken sich die Rednecks, selbst ist der Bauer, formieren sich zu einer Bürgerwehr und patroullieren auf eigene Faust. Bis einer heult, in diesem Fall die Mutter des verschwundenen Gibbins.
Cummings kommt dem verrückten Professor auf die Schliche und wir dürfen einen phantastischen Showdown erleben, in dem die Fiends, mittlerweile durch die katalysiernde Wirkung des Atomstroms materialisiert, während sie in das Haus fliegen, reihenweise umgenietet werden!
Selbstverständlich garniert mit reichlich kruden und abstrusen Erklärungen für die Fiends.
Der Film wird nie langweilig und hat mit schlanken 70 Minuten die perfekte Länge. Wie eingangs schon erwähnt, geht es hier richtig deftig zur Sache. Dabei muss man vor allem die Spezialeffekte lobend erwähnen. Auch heute wirken die nämlich noch überzeugend und bringen Freude.
Die Veröffentlichung steht den anderen Titeln der Galerie in nichts nach und wird mit einem informativen Begleitheft veredelt.
Sahnebonbon einmal mehr der Audiokommentar von Strecker und Keßler. Salom meine Herren!
Gäbe es das Unterrichtsfach "Monsterfilm"- Fiend without a Face wäre Pflichtlektüre und das dynamische Duo hätte die Professur des Lehrstuhls inne.
Begeisterung pur!

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