Donnerstag, 3. Juni 2010

Interview mit dem Hörspielmacher Marc Fehse (Schrei der Angst)

Vor wenigen Tagen habe ich hier im Blog ja schon die erste Hörspielserie des Bruderduos vorgestellt. Umso schöner, dass ich euch nun ein kleines Interview mit Marc Fehse präsentieren kann. Darin verrät er anstehende Projekte und erzählt einiges zur Entstehung von "Schrei der Angst".
Aber lest selbst.

Zombiebunker: Das Kreativteam stammt, wenn ich richtig informiert bin, aus dem Filmgeschaft. Wie kam es dazu, ein Hörspiel zu produzieren? Seid ihr selbst Fans des Mediums?

Marc: Mein Bruder und ich arbeiten schon seit Jahren im Filmgeschäft. Als Kinder haben wir unentwegt Hörspiele gehört. Jules Verne - Der Stahlelefant, Dracula, Das Ungeheuer von Loch Ness, später dann HG Francis und TSB :) Ich glaub', die sind auch daran Schuld, dass ich auf Horrorfilme stehe ;) Die Kombination aus Filmideen und der Liebe zum Hörspiel brachte uns dazu, den Stoff den, wir für die Filme schrieben, aber aus Kostengründen nicht umsetzen konnten, in eine Hörspielumsetzung zu verarbeiten.

Zombiebunker: Fühlt ihr euch als "Neulinge" gut in der Hörspielszene aufgenommen? Wie war das Feedback zu den ersten Veröffentlichungen?

Marc: Grundsätzlich ja. Die Szene ist eine ziemlich "erwachsene" und man bekommt ernsthafte und produktive Kritiken, wie auch beim ersten Teil. Diese haben wir uns angenommen und versucht, sie auch umzusetzen. Im 2. Feeder Teil wird man es bemerken :)

Zombiebunker: Beim Hören von Schrei der Angst - Feeder musste ich immer wieder an Filme wie Saw, Seven oder die purpurnen Flüssen denken. Haben Filme das Hörspiel inspiriert und auch die Inszenierung beeinflusst bzw. wie entstand das Konzept?

Marc: Ja, das haben sie, wobei nicht bewusst. Wir lieben diese Art von Filmen, wobei wir auch totale Serien-Junkies sind. Daher kamen die Szenerien einfach so aus uns heraus. Wir mögen spannende Thriller wie Sieben, die teilweise totale Ausweglosigkeit der Opfer in Saw usw.

Zombiebunker: War von Anfang an klar, dass Schrei der Angst bzw. die Feeder Geschichte in Serie gehen wird?

Marc: Nein, wir hatten das Script für Feeder als 90 min. Full Feature Film angelegt, als dann die Hörspielfassung fertig war und wir einen sehr bösen Cliffhanger am Ende hatten, wurde uns eigentlich zugetragen, die Geschichte fortzuführen. So wurde es eine Miniserie.

Zombiebunker: Wie kam es dazu, dass der erste Teil in einer alternativen und kürzeren Fassung zusätzlich veröffentlicht wurde? Gab es Kritik, dass das Original zu lang wäre?

Marc: Die Geschmäcker sind nun mal verschieden und so entschieden wir uns, eine "hörspiellastigere" Version zu veröffentlichen, um eine Alternative zu der etwas hörbuchartigen Fassung des Feeders zu geben.

Zombiebunker: Eure Homepage ist wirklich super gemacht und bietet viel Inhalt. Das ist heutzutage ja eigentlich selten im Hörspielbereich. Habt ihr euch bewusst dazu entschieden, diese Form der Vermarktung zu nutzen? Welchen Stellenwert haben das Cover und die Optik rund um das Hörspiel?

Marc: Wir sind ja eigentlich eine Design- und Filmagentur und so war es schlichtweg unser Job, so etwas zu erstellen. Ferner lieben wir auch verspielte Webseiten und das Coverartwork, also Compositings, sind meine persönliche Leidenschaft. So hat sich eigentlich aus der Liebe zum Bild, diese Art der Vermarktung ergeben.

Zombiebunker: Sind im Rahmen der Schrei der Angst Reihe noch weitere Veröffentlichungen außerhalb der Feeder-Storyline oder andere Einzelhörspiele geplant?

Marc: Ja, das nächste Hörspiel wird eine Sci-Fi Geschichte namens "Krone der Schöpfung" und mehrere weitere Stories warten auf ihre Umsetzung! Es bleibt aber weiterhin dark und spannend :)

Zombiebunker: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

Marc: Sehr gern geschehen!

Dann drücken wir den beiden auf jeden Fall die Daumen, dass sie noch viele weitere Ideen umsetzen können!

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