Sonntag, 1. August 2010

Ausblick: Fischgeschichten (Piranha 3D, Bait 3D, Shark Night 3D und The Reef)

Eigentlich war es ja nie ruhig in den Gewässern der Kinogeschichte. Mit "Jaws" (1975) erschuf Regisseur Steven Spielberg mal eben die Blaupause für alle Nachkömmlinge, die auszogen, um das Konzept vom unterseeischen Horror umzusetzen. Es folgten etliche gute und durchschnittliche Sequels, der leider immer noch in keiner vernünftigen und ungeschnittenen Version veröffentlichte "Barracuda" (1978) und wirklich finstere Stunden des Hai-Horrors mit dem deutschen Amateurfilm "Hai-Alarm auf Mallorca". Wenn man allerdings an die Anfänge des Hai-Filmes gehen möchte, so muss man bis in die 40er Jahre zurück. Zu einem Herren, dessen Ehre mir zuteil wurde, ihn im Rahmen eines Naturfilmfestivals persönlich kennen zu lernen.
Die Rede ist vom österreichischen Tauchpionier Hans Hass, der 1948 den revolutionären Film "Menschen unter Haien" drehte. Schon damals muss die beklemmende Atmosphäre der für uns lebensfeindlichen Welt die Menschen stark beeindruckt haben. Mich, als Kind, das an der Küste aufgewachsen ist, hat das Meer schon seit jeher bewegt und fasziniert. Nach jedem Hai-Film wurde das Baden in der Ostsee zu einer Mutprobe sondergleichen. Zum Glück wurde ich irgendwann im Biologieunterricht über den Unterschied von Süß- und Salzwasser aufgeklärt und konnte fortan beruhigt, auch nach dem Genuss von einschlägigen Filmen, das kühle Nass furchtlos aufsuchen.
Umso schöner ist es, dass dieser Tage ein kleines Revival an Unterwasserhorrorstreifen auf uns wartet.
Da hätten wir die von Alexandre Aja ("High Tension", "The Hills Have Eyes", "Mirrors") gedrehte und Eli Roth ("Cabin Fever", "Hostel") produzierte, vielversprechende Neuinterpretation vom 1978er Kultstreifen "Piranhas". Dieses Mal sogar in 3D!
Was man im Vorfeld zu sehen bekam, begeisterte vor allem Genrefans. Es gibt unglaublich viel Blut, leider nur mäßig animierte Fischchen und eine ganze Menge nackter Haut (inklusive Wet-T-Shirt-Contest).
Man wird bei der Betrachtung des Trailers das Gefühl nicht los, dass sich Aja vor dem Genre des Tierhorrorfilms tief verneigt und seinen Streifen mit allen "Trademarkes" garniert.
Wer sich gerne die volle Dröhnung geben will, dem sei der 9min. Report der Comiccon auf Bloody-Disgusting empfohlen. Aber Obacht: Spoiler!
Zudem gibt es eine ganz nett gemachte Homepage zum Film zu begutachten.
Wie das Ganze dann in 3D wirkt, wird man ab dem 7. Oktober in den Lichtspielhäusern Deutschlands wissen.
Aber auch das Killervieh schlechthin erlebt eine kleine Renaissance. Gleich 3 potentielle Kracher stehen ins Haus.
Was haben wir noch im Angebot? Ach ja, "Bait" ebenfalls in 3D! Über diesen Film ist
noch nicht wirklich viel bekannt, aber im Internet schwirrt ein kleiner Teaser herum, in dem uns Regisseur Russell Mulcahy ein wenig verrät und über den Film plaudert. Es wird wohl um einen unterirdischen Supermarkt gehen, der nach einem Tsunami überschwemmt und von Killern (menschlicher und pelagischer Natur) heimgesucht wird. Ein Termin für die Kinos ist allerdings noch nicht bekannt. Das Postermotiv sieht aber schon großartig aus.
Mit "Shark Night 3D" arbeitet David Ellis nach "Snakes On A Plane" (2006) an einem weiteren Tierhorrorflick! Mit einem Budget von 28 Millionen $ hat der Mann, bedenkt man die aufwändige 3D-Technik, zwar nicht die größten Möglichkeiten für eine Wiederbelebung des alten Stoffes, aber dass dies nicht immer von Nöten ist, bewiesen in der Vergangenheit ja eine ganze Reihe von großartigen Titeln.
Zuletzt haben wir einen Film, der sich schon in einem fortgeschritteneren Stadium befindet, vor uns. "The Reef" von Andrew Traucki basiert auf einer wahren Begebenheit und soll mehr in Richtung "Open Water" (2003) gehen. Der Trailer macht Lust auf mehr und wir wissen spätestens seit dem stillen Kroko-Horror "Black Water" (2007), dass Traucki exzellente Arbeit abliefert. Der Aussie-Streifen soll im englischssprachigen Ausland noch dieses Jahr Einzug in die Kinosäle halten.
Da kommen einige leckere Häppchen auf uns zu!
Wer nicht so lange warten möchte und ein Roger Corman-Fan ist, der kann sich die SyFy Channel Produktion "Sharktopus" reinziehen. Mit absolut geilem Titelsong! Trashalarm! Wohl bekomm's!

Kommentare:

  1. Es mag vllt besser animierte Fische geben als die Piranhas hier, aber selten haben sie soviel Spaß gemacht. Dem scheint sich auch Richard Dreyfuß angeschlossen zu haben, der immerhin eine Minirolle übernommen hat, die ich beim ersten Ansehen doch glatt sogar übersehen hatte. Ich bin auch wahrlich kein Splatterfan - und hier spritzt das Blut recht ordentlich - aber das macht einfach nur Laune auf mehr. Ein bereits angekündigter 2. Teil ist in meinen Augen zwar wieder mal mehr als überflüssig, aber eben typisch Hollywood ! Fazit : Popcorn nehmen, Spaß haben & lachen !

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  2. Ausgezeichnet!
    Ich bin auf jeden Fall gespannt. hatte den Streifen leider auf Großleinwand verpasst und warte jetzt auf die DVD Veröffentlichung im März.

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