Donnerstag, 9. Dezember 2010

Der musikalische Jahresrückblick 2010

Salom, salom. Heute mal wieder etwas frohere Kunde! Das Jahr neigt sich dem Ende. Daher ist es Zeit, mal ein Resumé über die musikalischen Veröffentlichungen 2010 zu ziehen. Dabei habe ich versucht, nicht zu stark metalzentriert vorzugehen.

Februar
Smoke Blow - The Record
Im fiesen und verschneiten Winter erwärmten die Kieler Krachkameraden von Smoke Blow die Herzen der Hörerschaft. Mit "The Record" wurden wieder deftigere Pfade betreten und eine unglaublich starke Platte vorgelegt. Nach dem sehr gemächlichen und Sommerfeeling verbreitenden Vorgänger endlich wieder Futter für Freunde aus "German Angst" Tagen. Musikalisch lässt sich das Album allerdings gar nicht mehr einordnen. Irgendwo zwischen Hardcorepunk, Crossover (der Gute!), Metal und Black metallischen Einflüssen. Ganz, ganz stark und vermutlich die meist gehörte Scheibe von mir dieses Jahr!
Anspieltipps: Broken Bonds Of Friendship, Summer Of Betrayal, Final Hands

März
The Dillinger Escape Plan - Option Paralysis
Wie man es von der chaotischen Truppe gewohnt ist. Eine ausführliche Besprechung habe ich an dieser Stelle noch parat. Unglaublich brachial mit einem feinen Gespür für filigrane und fragile Melodien.
Es ist schon erstaunlich, wie zuckersüß Greg Puciato sein Lied vorträgt und schon wenige Augenblicke später bricht die sprichwörtliche Hölle herein. Eigentlich würde ich mir schon im kommenden Jahr ein neues Output der fünf Amis wünschen.
Anspieltipps: Farewell Mona Lisa, Widower

Cathedral - The Guessing Game
Von dieser epischen und avantgardistischen Doom Metal Platte findet sich ebenfalls eine ausführliche Besprechung im Bunker. Auf 2 CDs haben sich die Engländer ein eigenes Denkmal gesetzt. Was für ein Magnum Opus! Allein die schier endlose Variation in der Instrumentalisierung ist schon beeindruckend für sich. Das aber auch noch mit absolut ohrwurmhaften Songs zu ergänzen, ist einfach nur phänomenal!
Anspieltipps: Funeral Of Dreams, Edwige's Eyes, Painting In The Dark

April
Darkthrone - Circle The Wagons
Seit Darkthrone ihre Rock'n Roll Wurzeln wiederentdeckt haben, nehmen sie nicht mehr viele ernst. Das liegt vielleicht auch daran, dass die beiden Norweger dem Black Metal in relativ hohem Maße abgeschworen haben. Stattdessen gibt es reichlich 80er Rotzrock mit Punkeinschlag, der einfach nur Freude macht. Ich stehe da auf der genau anderen Seite. Klar sind die Black Metal Klassiker auch heute noch großartige und wichtige Werke, aber die neue Seite gefällt mir persönlich doch wesentlich besser. Auch wenn "Circle The Wagons" nicht mehr ganz so genial ist, wie es noch "Dark Thrones And Black Flags" war.
Anspieltipps: Those Treasures Will Never Befall You, I Am The Graves Of The 80's

Red Sparows - The Fear Is Excruciating, But Therein Lies The Answer
Im April war es dann auch wieder soweit und ein neues Album der Post Rocker Red Sparows erblickte das Licht der Welt. Für Freunde von Pelican oder Isis auf jeden Fall eine weitere Bereicherung.
Flirrende Gitarre, zaghafte Melodiebögen, die sich in weiten Sphären verlieren. Durchsetzt wird die therapeutische Ruhe von sporadischen Gitarreneruptionen. Das Album bietet zudem ein breites Spektrum an Klangteppichen, die es zu einem Highlight des vergangenen Jahres werden lassen. Ich bin gespannt, was von der Band noch so kommen wird. Mich beschleicht zwar das Gefühl, dass sie ihr Pulver verschossen haben, aber im kreativen Umfeld von Isis oder Neurosis werden da eventuell noch ein paar neue Impulse gesetzt. Sehr toll!
Anspieltipps: In Illusion Of Order, A Swarm

Mai
Black Tusk - TasteThef Sin
Die Bands aus dem Kreise Savannah reißen einfach nicht ab und wenn sie qualitativ immer so liegen, dann ist das auch gar kein Problem. Black Tusk fröhnen wie schon Kylesa dem Wüstenrock, gehen dabei jedoch eine Spur aggressiver zu Werke. Der zweistimmige Gesang tut, wie bei ihren Brüdern und Schwestern im Geiste, unglaublich gut. Ich hoffe inständig, dass die Band einen ähnlichen Erfolg wie Baroness oder eben Kylesa einfahren wird. Verdient hat sie es. In "Taste The Sin" schlummert unglaublich viel Potential. Klar, die Scheibe ist nicht perfekt und unterliegt doch sehr Schwankungen im Songwriting, aber trotzdem gehört sie ganz klar zu den Glanzleistungen 2010.
Anspieltipps: Snake Charmer, Twist The Knife

Juni
Pendulum - Immersion
Elektronische Klänge aus Down Under. Die Truppe scheint mittlerweile zu den erfolgreichen Elektroacts zu gehören. Was mir ganz besonders imponiert, ist der, wie auch bei den Qemists, Einsatz von Gitarren. Auf der aktuellen Platte hört man davon zwar insgesamt weniger und es regiert der Drum 'n Bass, sie ist trotzdem sehr vielschichtig. Es gibt auch die ein oder andere Schnulznummer und der klare Gesang mag nicht jedermans Sache sein. Auch waren die Vorgänger meiner Meinung nach deutlich stärker. Trotzdem verstecken sich zwischen den 15 Songs wirklich grandiose Melodien, die es rechtfertigen, dass die Scheibe hier auftaucht.
Anspieltipps: The Vulture, Salt The Wounds

Watain - Lawless Darkness
So, hier haben wir dann den Hassbatzen 2010. Die Black Metaller von Watain spielen nicht die primitive, sondern die rockige Variante des Black Metals. Mit den Anfangsveröffentlichungen wie "Rabid Death's Curse" hat "Lawless Darkness" nicht mehr viel zu tun. Der Gesang hat sich verändert, es rumpelt nicht mehr so charmant. Trotzdem ist die Platte unglaublich kraftvoll und bietet mit dem 14-minütigen Waters Of Ain noch einen epischen Abschluss. Man mag ja von den Schweden halten, was man will und dieses okulte Gebaren verurteilen oder als nettes Gimmick akzeptieren, aber die musikalische Qualität kann man definitiv nicht in Abrede stellen. Leider ist "Lawless Darkness" nicht ganz so stark wie der Vorgänger "Sworn To The Dark", da einfach die Hits fehlen. Die Einzelsongs sind eher unscheinbar und bieten sich an, die Platte als ganzes am Stück zu hören. Ebenfalls ein kleines Highlight 2010, schon allein wegen der absolut großartigen Vinylveröffentlichung!
Anspieltipps: Waters Of Ain, Reaping Death, Total Funeral

Juli
Kvelertak - Kvelertak
Ok, ich glaube, dass ich hier nicht lange um den heißen Brei drumrum reden kann. Die junge norwegische Kapelle hat definitiv das Album des Jahres auf die Beine gestellt. So viel Energie, so großartige Melodien, so direkt nach vorne treibende Rocknummern hat man schon lange nicht mehr gehört. Dabei bietet man uns straighten Rock aus alten Turbonegrotagen und würzt diesen mit einem richtig fiesen Black metallischen Klang.
Ich habe wirklich darauf gewartet, dass sich die Platte bei mir abnutzt, aber auch nach 4 Monaten wird sie noch regelmäßg und exzessiv aufgelegt. "Kvelertak" ist der perfekte Soundtrack, um sich eine Bierdose zu schnappen, diese mit Gewalt gegen die Stirn zu schlagen, schreiend durch die Bude zu springen und alles kurz und klein zu schlagen. Der pure Wahn eben.
Anspieltipps: Mjød, Utrydd Dei Svake, Fossegrim

Norma Jean - Meridional
Ja, ich hab echt Schwierigkeiten mit christlichen Rockbands und im Zweifel ignoriere ich sie einfach, bei Norma Jean ist das allerdings wegen völliger musikalischer Genialität nicht möglich.
Mittlerweile knüpfen die 5 Heiligen aus Atlanta wieder an den durchgeknallten Mathcore aus "Redeemer"- Zeiten an. Von daher ist eine klare Steigerung zum eher uninspirierten, aber trotzdem guten Vorgänger "The Anti Mother" zu sehen.
Die Gitarren frickeln wieder und Cory Putman spuckt wieder Blut. Ein abwechslungsreiches Album, auf dem es zumeist wüst her geht. Trotzdem irgendwie liebenswert. Goutierbar!
Anspieltipps: Leaderless And Self Enlisted, Deathbed Atheist Bloodburner

Decrepit Birth - Polarity
Santa Cruz Baby und so sieht Sänger Bill Robinson auch aus.
Nach dem unglaublich starken und Weg bereitenden "Diminishing Between Worlds" war ich sehr gespannt auf die neueste Scheibe dieser technischen Death Metal Bande. Wahnwitzige Gitarrensoli und orgasmenhafte Melodiebögen konnten damals noch über die eher durchschnittliche vokale Leistung hinweg täuschen.
Ich habe wirklich versucht, "Polarity" eine Chance zu geben, aber so richtig zündet die Scheibe auch heute noch nicht. Leider. Es gibt einige vielversprechende Ansätze, aber über den großen Teil ballert die ganze Chose ins Leere. Selbst wenn das jetzt erstmal sehr negativ klingen mag, hat die Scheibe trotzdem noch etliche Highlights zu bieten. Man kann also sagen, es ist eher ein Jammern auf hohem Niveau. Aber bei dem Vorläufer war es auch praktisch unmöglich, noch einen oben drauf zu setzen.
Anspieltipps: Ignite The Tesla Coil, Polarity

Zoroaster - Matador
Staubig und langsam rollt die Dampfwalze aus Georgia auf den geneigten Hörer zu. Schleppende und esoterische Klänge drücken sich durch das Trommelfell und paralysieren sofort. Was Zoroaster da so aufs Parkett bringen, ist schon beeindruckend. Im Hintergrund hallender choraler Sing Sang und dazu hypnotisches Riffing. Immer wieder wird die Materie jedoch auch durch schnelleres Drumming und rockige Riffs durchbrochen. Man merkt förmlich, wie psychoaktive Drogen aus der Platten siechen, so zugedröhnt klingt sie. Für Genrefans sicherlich eine ganz klare Bereicherung. Ich habe mich jedenfalls prächtig mit der Scheibe amüsiert!
Anspieltipps: Trident, Ancient Ones

August
The Sword - Warp Riders
Halleluja, endlich wieder großartige Rockmusik, die herrlich alt und doch wie etwas völlig Neues klingt. Irgendwie haben sie Doomanleihen, aber auch Stonereinflüsse und so richtig lassen sich die Texaner nicht schubladisieren. Mittlerweile dürften sie international schon steil durch die Decke gegangen sein, nachdem die Mainstreammusikpresse sie vor ein paar Jahren für sich entdeckt hat.
Geändert hat sich allerdings über die Zeit bei The Sword nicht viel. "Warp Riders" klingt zwar deutlich reifer, rockorientierter und weniger nach klassischem Heavy Metal, als die ersten beiden Veröffentlichungen, allerdings wird das Niveau der Vergangenheit konstant in der Höhe gehalten.
Absolut sympathisch und mit göttlichen Gitarrensoli.
Anspieltipps: Arrows In The Dark, Night City

Wretched - Beyond The Gate
Oh, oh. Trendcore und das von Victory. Ihgitt, das hätte aber eigentlich ganz böse ins Auge gehen müssen. Der Vorgänger ließ dieses Meisterwerk auch bei Weitem nicht vermuten.
Und jetzt? Wurde ich mächtig überrascht. Unter den Milliarden an Deathcoreepigonen haben es Wretched geschafft. Macht das das Artwork vom ollen Seagrave? Keine Ahnung, aber diese irre Platte macht einfach unglaublich viel Spaß. Seit Jahren suche ich schon eine Ersatzdroge für die absoluten Könige des Genres The Faceless, aber die lassen ja mit einer weiteren Veröffentlichung immer noch auf sich warten. Gut für Wretched, die in der Zeit tiefe Kerben in den Thron hauen. Abwechslungsreich und mit einer Spielfreude versehen, dass einem das Herz nur so aufgeht. Herrlich hart, technisch versiert und trotzdem mit Wert für packende Melodien. Ganz starkes Album, das sich hier überhaupt keinen Trend anbiedert und einfach sein Ding durchzieht. Respekt.
Anspieltipps: Birthing Slot, In The Marrow

Mogwai - Special Moves
Mogwai sind sehr speziell und für viele die Postrock Band überhaupt. Menschlich kann man ja von einigen Egomanen halten, was man will, aber musikalisch sind sie einfach über alles erhaben. Diese Liveaufnahmen sind unglaublich intensiv und atmosphärisch. Der in schwarz/weiß gedrehte Film zur visuellen Illustration passt einfach perfekt. Sicherlich aber auch die großartige Auswertung auf Vinyl trägt einiges zum Hör- und auch Seherlebnis bei. Auf 3 Platten werden 17 Songs gespielt, eine CD mit DVD befindet sich ebenfalls in der edlen und bis ins letzte Detail verliebt konstruierten Box.
Dieses Livealbum ist ein Erlebnis, das man sich definitiv einmal geben sollte.
Anspieltipps: Yes! I Am A Long Way From Home, I'm Jim Morrison - I'm Dead

Oktober
Kylesa - Spiral Shadow
Oh man, was hatte ich mich auf diese Scheibe gefreut und was war ich enttäuscht, wie simpel und einfach sie dann ausfiel. Überhaupt nichts wollte zünden, schrecklich banal klang das Teil und irgendwie sehr unausgereift. Tja, und dann hab ich mir das Album geschnappt und einen langen Spaziergang gemacht. Und siehe da, es hat gefruchtet.
Plötzlich stellte sich jenes von Euphorie durchtränktes Gefühl ein, das mich auch schon bei den vorherigen Veröffentlichungen heimsuchte. Unglaublich kraftvoll und knochentrocken wie die Wüste selbst brettert diese Hölle von einem Album auf den Hörer ein.
Die Songs mögen auf den ersten Blick wirklich sehr einfach strukturiert sein, aber wenn man genau hinhört, dann erkennt man etliche Effekte und Nuancen, die sich perfekt in den Sound einreihen und die ganze Platte so unglaublich interessant machen. Supreeeeeeme!!!
Anspieltipps: Drop Out, Don't Look Back, Dust

Her Name Is Calla - Quiet Lamb
Ich kann ja wirklich nichts mit Indiemusik anfangen und ich weiß nicht mal, ob die Engländer tatsächlich Indierock machen (wohl eher nicht), aber das, was sie tun, ist extrem ergreifende Musik. Vielleicht sollte man sie eher in das Post Rock Genre einordnen.
Schwere Songs, elegische Momente und viel, viel Wehmut schwingen im Klang von Her Name Is Calla mit. Sanfte Melodien werden aufgebaut, die jederzeit zerbrechen können, um im nächsten Moment in mächtigen, gänsehauterzeugenden Höhepunkten zu münden. Dazu kommt die stimmliche Akrobatik einfach großartig.
Anspieltipps: Pour More Oil, Homecoming

November
Les Fragments De La Nuit - Demain C´etait Hier
Französische Neoklassik. Eigentlich überhaupt nicht mein Ding. Komischerweise wanderte die Scheibe aber trotzdem in meine Plattensammlung. Mir fällt es nicht besonders leicht, diese Art von Musik zu beschreiben, aber man sollte sie definitiv einmal gehört haben. Klavier und dazu Geigen und das in einem virtuos, melodiegeladenen epischen Sujet. Jedes Mal, wenn ich die Platte auflege, überkommt mich ein Gefühl tiefer Ehrfurcht. Was für majestätische, kraftvolle, filigrane Klänge. Ein ganz besonderer Höhepunkt für mich in diesem Jahr.
Anspieltipps: Cyclogenese, Soupir

The Dale Cooper Quartet - Parole de Navarre
Und hier ist auch schon wieder etwas, das mir bis dato eher fremd und unvertraut war. Darkjazz, Doomjazz, Dark Ambient? Ist eigentlich nichts für mich. Alles klingt irgendwie unfertig und so, als könne jeder, der die Instrumente auch nur halbwegs grade bedienen kann, ähnliche Resultate abliefern. Aber wenn man sich dann doch etwas genauer damit beschäftigt, gewinnt die Musik etwas ganz eigenes. Beim Namen fällt schon ein bisschen auf, wohin die Reise geht. Dale Cooper ist schließlich einer der ausgefallensten Charaktere in der Fernsehgeschichte. Trist und irgendwie porös wirkt die Musik. Im Hintergrund knarzt es und schon nach den ersten Klängen beginnt die Reise nach Twin Peaks. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber ich würde auch behaupten, dass zumindest Versatzstücke des Soundtracks in "Parole De Navarre" Verwendung gefunden haben. Einfach klasse, wie ein tiefes Instrument rumzuppelt, den Hörer in der akustischen Leere zurück lässt, bis aus der Ferne ein Blasinstrument ertönt und einen an die Hand nimmt und in weiche Klangteppiche hüllt. Wahnsinnig!
Anspieltipps: Aucun Cave, Ma Dressing, Ma Couloir

Leider sind mir die neuen Scheiben von den göttlichen Electric Wizard und Monster Magnet noch nicht unter die Griffel gekommen, sonst hätten sie sicherlich ebenfalls Erwähnung gefunden.
Nichtsdestotrotz soll das der kleine Querschnitt gewesen sein.
Falls jemand Anregungen gefunden haben sollte, würde mich das natürlich ausgesprochen freuen!

Kommentare:

  1. nicht nur sehr schöne film review seite sondern auch ein vorzüglicher Musikgeschmack.
    Kvelertak ( hatt sich bei mir bis jetzte auch noch nicht abgenutzt), Cathedral, Watain... sehr schön.
    Also von mir ein Applaus.

    beste Grüße simon

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  2. Vielen Dank! :-)
    Ich bin auch immer noch beeindruckt, wie frisch die Kvelertak etliche Monate nach Release klingt!
    Mal schauen, was dieses Jahr noch so an Sahnehappen auf uns zu kommt!

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  3. ich kann dir auf jeden fall noch uncle acid & the deadbeats empfehlen....

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