Freitag, 25. März 2011

Graveyard - Hisingen Blues

Lange nichts mehr geschrieben und das tut mir natürlich unglaublich leid, aber momentan liegen sehr viele organisatorische Dinge auf der Warteleitung, so dass ich kaum noch dazu komme, Filme zu schauen. Tatsächlich habe ich seit "Planet Terror" (2007) keinen Spielfilm mehr geschaut. Asche über mein Haupt.
Damit der Blog nicht, temporär, zum Stillstand kommt, und weil heute ein von mir lang herbeigesehntes Album eintraf, gibt es wieder etwas Musikalisches zum Besprechen. 70er Jahre-Rock. Dazu muss man sich nicht nur schlecht anziehen, nein, man muss sich auch Schnurrbärte wachsen lassen.
Die Rede ist von der schwedischen Band Graveyard. Was sind das überhaupt für verrückte Retroschweden? Genau genommen bestehen Graveyard aus den Überresten der ebenfalls großartigen Band Norrsken. Aus dem Auseinanderbruch dieser Band entstanden außerdem die auch noch großartigen Witchcraft. Ein Split kann also auch manchmal ganz heilsam und produktiv verlaufen. Dass sich die Leute immer noch gut verstehen, beweisen unter anderem gemeinsame Tourneen.
Während Witchcraft einen etwas anderen Einschlag, wesentlich doomorientierter und daher langsamer, wählten, kötteln Graveyard munter die Langrille mit flotten Rocknummern voll.
Das selbstbetitelte Debut frönte bereits dem Classic Rock in exzellenter Form und so ist es auch geblieben. Der Sprung zum Metallabelgiganten Nuclear Blast hat dem künstlerischen Esprit keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, der Band kann man nur eine größtmögliche Verbreitung wünschen, da sie wirklich unfassbar authentisch und teilweise eigenbrötlerisch vorgehen. Respekt. Dass man auf die breite Masse kackt, zeigt das teilweise für den Normalmenschen verstörend wirkende Albumtrailervideo. Die wunderschöne grüne Vinyl mit tollem Cover und Begleitblättchen ist in punkto Ästhetik auf der Höhe. Auf der Abbildung sind die vier Recken in redneckhaften Posen auf einem Floß zu sehen. Eine tolle Komposition, die, obwohl sie einen digitalen Eindruck macht, zur längeren Betrachtung einlädt.
Im Innensleeve der Platte gibt es dann auch ein typisches, grobkörniges Bandbild und diverse dilettantisch gekrakelte Schmierereien. Aber genug von der Verpackung und mehr vom Inhalt.
"Ain't fit for living here", der Opener, ist eine schnelle Nummer und kennzeichnet sich durch den übersteuerten aber markanten Gesang aus. Dazu gesellen sich schrammelige Riffs. Ein kurzer Song und solider Einstieg in "Hisingen Blues".
"No Good, Mr. Holden" beginnt mit sinistrem Rückwärtsgesang und behäbigen Gitarren. Ruhiger, sehr klarer Gesang setzt ein. Der Track wirkt sehr melodisch und lebt von den heftigen Anschlägen auf den Klampfen. Driftet weiter in Schunkelparts und wird von bluesigen Passagen durchbrochen. Die Melodien gehen zwar nicht sofort ins Ohr und auch der Refrain bleibt nicht wirklich hängen, aber das Stück scheint doch etwas zu wachsen.
"Hising Blues", der Titeltrack, ist ein absolutes Monster. Ganz ruhig schleicht sich der Song an, knallt einem richtig harte Anschläge ins Gesicht und rockt straight drauflos. Action Rock! Tolle eingestreute Soli. Variationen am Ende mit zuckersüßem Gitarrengezupfe. Yeah. Außerdem gibt es ein geniales Video zum Song, das momentan, warum auch immer, nicht mehr auf Youtube von Deutschland aus bestaunt werden darf.
"Uncomfortably Numb" ist ein sehr ruhiger Song. Teilweise fühlt man sich an die Landsmänner der Hellacopters erinnert. Der Refrain ist sehr wehmütig und schwerfällig. 6 Minuten chillige und behutsam vorgetragene Kunst, die sich zum Refrain stets steigert. Zum Schluss Lynyrd Skynyrd Crescendo. Fabelhaft.
Und dann ist Seite A auch schon alle und wir wenden die Platte.
Da geht es los mit "Buying Truth (Tack & Förlåt)". Sehr groovig mit verzerrten Gitarrenklängen und stampfendem Schlagzeug. Sehr traditioneller Song, der bei mir nicht richtig zünden will.
"Longing" - erst Pfeifen, dann wird georgel. Dann kommen noch Westerngitarren dazu. Das Drumming ist fast schon percussionhaft. Es passiert einiges, obwohl "Longing" eine reine Akustiknummer ist. Eine nette Abwechslung.
In "Ungrateful are the Dead" baut sich eine bedrohliche Kulisse auf, wieder ertönt die Orgel im Hintergrund. Schön schmissiger Refrain, aber ingesamt zu ruhig.
"Rss" rockiger Südstaatenanfang. Backgroundgesang. Schneidige Melodiebögen. Toller Refrain im oberen Midtempo.
"The Siren" Ruhiger Anfang, heftigst genialer Rockteil mit geilem Gesang, dann wieder ganz leise und zart. Emotionale Nummer. Bester Song der Platte mit einem der geilsten Abschlüsse, die ein Song haben kann. Perfekte Nummer. Unglaublich kraftvoll.

Tja, das war dann auch schon das ganze Album und es war bereits absehbar, dass es wenig Überraschungen geben wird. Vor allem 2 Songs stechen besonders hervor. "Hisingen Blues" und das geniale "The Siren". Der Rest dümpelt noch zwischen mittelprächtig und gut umher. Das Debut hat also weiterhin die Nase vorn. Das kann sich allerdings auch ganz schnell ändern, da einige Melodien doch etwas sperrig sind und unheimlich viel Potential bieten. Meine Erwartungen sind also überraschenderweise doch auf einen sehr moderat ausgefallenen Eindruck getroffen und ich bin schon jetzt gespannt, wie sich die Platte in den nächsten Wochen entwickeln wird. Die Ansätze sind definitiv da und das Meinungsbild wird an dieser Stelle zeitnah ergänzt.

Sonntag, 13. März 2011

Planet Terror (2007)

Der Umzug ist überstanden, also kann auch wieder Leben in den Zombiebunker Einkehr halten. Dafür dient heute die Besprechung eines Streifens, der mir ganz besonders am Herzen liegt und sicherlich jedem geläufig sein sollte, aber schon seit ewiger Zeit eine Besprechung verdient hat.
Es geht um den Grindhousepart von Robert Rodriguez "Planet Terror" (2007). Es war damals ein außerordentliches Erlebnis, den Film auf Großleinwand bestaunen zu dürfen und auch die etlichen Durchläufe in der heimischen Anlage haben an der Qualität von "Planet Terror" nicht rütteln können. Im Gegegenteil: der Status des modernen Klassikers wurde von Mal zu Mal verfestigt und hat sich mit der gestrigen Sichtung endgültig zementiert.
Als Hommage an Filme, die hier im Blog so zahlreich besprochen wurden, als modernes Horrorkino oder pure Fanboyunterhaltung, "Planet Terror" taugt auf allen Ebenen.
Dabei ist die Handlung denkbar dünn und nur Beiwerk, um den temporeichen Verlauf zu unterstützen.
Es gibt da dieses Gas und diese Armeeeinheit aus Afghanistan, einen krummen Deal mit einem "Wissenschaftler" und jetzt sind alle mutiert. Jedenfalls bevölkert das kleine Nest irgendwo im Süden Amerikas fortan eine Zombieplage und das Chaos nimmt seinen Anfang.
Einzelne Handlungsstränge mit verschiedenen, teilweise skurrilen, Charakteren werden gesponnen und man lernt gemütlich das kleine "Planet Terror"-Universum kennen.
Fangen wir also mal etwas ungewohnt mit einer genaueren Betrachtung dieser Personen an. Bei dem Aufgebot an grandiosen Schauspielern bietet sich das ja irgendwie auch an.
Da hätten wir Rose McGowan, die ihre Rolle absolut sicher und authentisch verkörpert. Als Stripperin gelenkig und später mit Holzbein/Knarre am Bein immer noch agil, treibt sie die Geschichte maßgeblich an. Ihr Gegenpart, der kleine Freddy Rodriguez, kann ebenfalls überzeugen, auch wenn bei der Romanze derart dick aufgetragen wird, dass die Sülze nur so fließt.
Der großartige Jeff Fahey spielt als J.T. die Rolle seines Lebens. Der schmierige Barbecue-Onkel, der auch mal ordentlich zulangen kann, rockt mit deftigen Sprüchen und seiner liebenswürdigen Art die Leinwand. Auch das kurze Intermezzo mit der Sängerin Fergy und der grandiose Dialog zwischen beiden lassen den Zuschauer mit einem Grinsen im Gesicht zurück. Special-Effect-Pionier Tom Savini darf natürlich auch nicht fehlen und begeistert durch bisweilen völlig bescheuerte Gesichtsausdrücke. Das sich hassende Ehepaar Josh Brolin und Marley Shelton, sowie ihr kleiner Sohn ("I eat your brain and gain your knoooooowledge") würzen "Planet Terror" mit etlichen amüsanten Dialogen und dramatischen Szenen.
Ach ja, Bruce Willis und all die anderen verrückten Charaktere (crazy babysitter twins!!!) runden die Sache ab.
Neben einem hervorragenden Schauspielerensemble hat "Planet Terror" aber vor allem einen dermaßen schmierigen, verdreckten Look, dass es einem nur so das Herz erwärmt. Das staubige und verschwitzte Kaff mit dem alles andere als antiseptischen Krankenhaus, der BBQ- Hütte und den kleinen Detailverliebtheiten. Die Frauenriege ist bezaubernd, spaziert mit Schweißperlen auf der Stirn und nassen Dekolletés durch die Einöde.
Der Splatterfaktor ist ebenfalls nicht zu verachten. Freunde von derbem Gekröse kommen definitiv auf ihre Kosten. Ob wilde Schießorgien, in denen das Blut literweise durch den Nachthimmel fliegt oder explizite, fiese Szenen. Alles dabei. Aber auch immer so extrem übertrieben, dass absolut niemand diese graphische Gewalt jemals ernst nehmen kann. Umso trauriger, dass der Film trotzdem indiziert werden musste. Aber auch das ist nur wieder ein Beweis dafür, wie wenig Sinn für Humor einige Menschen haben.
Wie dem auch sei, der Film macht Spaß und wenn man die Zuschauerreaktionen zur Audiospur schaltet, fühlt man sich gleich gar nicht mehr so allein mit dem eignenen Fanboytum.
Die nachträglich eingefügten Laufstreifen und Verunreinigungen und auch der fiktive Filmrollenriss sind gelungen eingesetzt.
Musikalisch greift man auf unterschiedliche Welten zurück. Von wirrem Synthiegedudel bis hin zu staubigen Riffs. Zu jeder Zeit aber grandios und atmosphärisch.
Erfreulicherweise ist die deutsche Synchronisation von "Planet Terror" sehr gelungen! Es geht kaum Wortwitz verloren, auch wenn die Akzente des Originals nicht berücksichtigt werden.
Die Veröffentlichung ist vorbildlich. In einer roten Blechbüchse liegt das schlichte Digipack und wenn man an den Scheiben rubbelt, dann riecht es nach Kotze oder verbranntem Gummi, auf jeden Fall aber sehr unangenehm. Neben einem Bloodpack und dem BBQ Rezept, findet man auch noch eine Postkarte mit dem Covermotiv.
Zu den Extras zählen die bereits erwähnte Zuschauertonspur, aber auch ein Audiokommentar mit Rodriguez, Featuretten zu Castings und Rollen sowie natürlich der "Machete" (2010) Trailer. Dieser Tage wurde dann auch das Double Feature "Grindhouse" (2007) mit allen Faketrailern und dem kürzeren US-Cut im Digipack mit Flatschen veröffentlicht. Kann man sich also noch mal zulegen, wenn man lustig ist.
Ansonsten hoffe ich, dass das Franchise nach "Machete" uns noch weiterhin erhalten bleibt. Diese Streifen, die irgendwo zwischen Blockbuster und Nischenfilm changieren und sicherlich durch die Popularität der Regisseure viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, haben einfach eine hohe Qualität und sind für das Post-Grindhouse-Genre wichtige Vorreiter und Motoren.
Ein Klassiker, ein Meisterwerk, das auch nach etlichen Sichtungen weder an Faszination, noch an Spaß verliert.

Dienstag, 1. März 2011

Blackout (Die Bestien - 1978) von Subkultur Entertainment

Wie versprochen geht es heute mit dem zweiten Film der Veröffentlichung weiter. Allerdings ein paar Dinge vorweg: die zweite Scheibe führt dieses Mal ein 6seitiges Booklet mit sich. Schön zerrockt im Design legt Pelle vom Bali die Geschichte des deutschen Bahnhofskinos dar. Es ist einfach toll, wie anschaulich, mit vielen Anekdoten gewürzt, dieses spannende und längst vergessene Kapitel aufbereitet wird und Lücken schließt. Umso erfreulicher, dass in der nächsten Scheibe der Reihe der Essay fortgesetzt wird. Vor allem allen mit wenig Umgang in Bezug auf B-Filme sei der Text empfohlen, damit man perfekt in die Welt des Grindhousekinos eintaucht und sie als kleinen Anachronismus im eigenen Wohnzimmer wieder auferstehen lässt. Das Wissen, dass es sich bei den folgenden Streifen um kein eloquentes oder besonders wertvolles Kulturgut handelt, ist für den Spaß unerlässlich.
Im schlichten Amaray mit einem entzückenden Design kommt das Double Feature daher. Als Bonus bekommen wir zwischen den beiden Filmen ein Promoreel! So, wie es sich für eine Grindhousevorstellung gehört und so, wie es auch das Grindhouserevival durch das Duo Tarantino und Rodriguez vorgesehen hatte, bis der deutsche Filmverleih mit wenig Sinn für Authentizität und Kulturgeschichte das Projekt durch ein Splitting der Filme sabotierte (und in wenigen Wochen mit einer Zweitauswertung versuchte wieder gut zu machen...oder nochmal den Rubel rollen zu lassen.)
Was bedeutet, dass zwischen den beiden Hauptfilmen ein bunter Strauß an obskuren Trailern gesendet wird. Ach ja und da hätten wir noch die Fakewerbung, die schon bei den "Astro Zombies" (1969) für Schenkelklopfer sorgte. Neben einer kritischen und medizinisch-anspruchsvollen Zigarettenwerbung setzt Subkultur mit Gerstensaft, der die neurologische Herrschaft über den eigenen Körper unmöglich macht und dem Broca-Areal schwer zusetzt, nach. Hochgradig zynisch und in passender Optik wird das Schmuddelfeeling gesteigert und selbstreferentiell auf Genußmittel abseits der Leinwand verwiesen!
Die Trailer sind da natürlich das Salz in der Suppe und mit 4 Kandidaten vertreten. "Les Avaleuses" (1973), ein schmieriger Sexfilm mit absurder Story und Horrorelementen. Eine Vampirfrau muss sich von Blut und Sperma ernähren. Wohl bekomm's. "Jungle Warriors" (1984) ist dann auch wieder ein Actionklopper mit viel Haut aus der Exploitationecke und beeindruckt vor allem durch die schrammelige und ausgenudelte Optik! Danach kommt mit "Shock Waves" (1977) wieder ein bekannterer Genrevertreter, bis mit "Roma violenta" (1975) ein italienischer Poliziotteschi mit Maurizio Merli das Ende des Segments einleitet (mit unglaublich genialer Musik).
Handwerklich kratzt die Veröffentlichung also wieder am oberen Limit. Das Bild ist großartig, die deutsche Kinosynchro fast vollständig aufbereitet (bei "Der Schlächter" (1973) und "Blackout" ist in jeweils einer Szene kurz englischer Ton). Zudem gibt es umfangreiches Bildmaterial zu beiden Filmen und die Originaltrailer.
Aber kommen wir nun zur zweiten Herzkammer der Premiumveröffentlichung: Blackout (1978)!
Donnerwetter. Hatte ich mir "A Scream In The Streets" vorgezogen, weil er nach ersten Meinungen eher schlecht weg kam und durch Inhaltsleere glänzte, die durch den unendlichen Charme wieder aufgewogen wurde, kommt jetzt ein richtiger Film mit einer echten Handlung! Hört, hört!
Wir starten mit einem Helikopterrundflug über New York und lernen auch schon die Protagonisten des Streifens kennen. Ein (wie wir gelernt haben) Bulle verfolgt einen Taschendieb und rennt bei der Verfolgungsjagd in einen Kleiderständer, dumm gelaufen. Zu den weiteren Charakteren zählt ein verrückter Oppa in der Gummizelle, ein bekloppter Pyromane und noch anderes Verbrechergesocks, das mit einem Gefangenentransport unterwegs ist. Der Transporter ballert in ein kleines Häuschen, nachdem der Fahrer 2 waghalsigen Moppedfahrern ausweichen wollte, die nur am Faxen machen waren. Schon wieder dumm gelaufen.
Außerdem zieht ein übles Wetterchen über der Stadt auf und sorgt dafür, dass das Stromnetz langsam in die Knie geht.
In einem Hochhaus wird eine griechische Hochzeit gefeiert, abgehalfterte Zauberer reden mit ihren Hunden und reiche Snobs sorgen sich um ihre materiellen Güter. Der Laden wird schon bald von den entkommenen Schwerkriminellen heimgesucht und aufgemischt. Sie marodieren durch die Gänge, plündern und vergewaltigen. Auf jeder Etage treten sie ein neues Inferno los und zeigen dabei keine Skrupel.
Unser tollpatschiger Held macht sich auf den Weg zu ihnen und scheint der einzige zu sein, der sie noch stoppen kann, er....eine Ein-Mann-Armee!
Der Streifen hat unglaublich viel zu bieten. Ganz vorne: eine Handlung! Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der mit einem krachenden Showdown im Parkhaus endet. Aber dazwischen passiert so unheimlich viel! Der Zuschauer wird wie ein Voyeur in die verschiedenen Apartments des Hochhauses genommen, ist begeistert von den flippigen Tapetenmustern und schockiert über die zügellose Gewalt der Bande. Die krawallorientierten Ganovenkerle hat man in dieser Dimension auch schon in "Horror-Sex im Nachtexpress" (1980) sehen können, aber legen sie hier noch mal eine Schippe drauf.
Außerdem steht eine Geburt im Treppenhaus bevor, dabei stellt sich vor allem heraus, dass griechische Hebammen mit Schnauzbart keine gute Wahl sind und schon gar nicht, wenn sie sturzbetrunken sind.
Kinder schlafen in Betten, die Rennautos nachempfunden werden und spielen Cowboy und Bulle oder Kosmonaut. So richtig erkennt man es nicht, aber einer der Buben hat eine Leuchte auf dem Kopf und der andere 'ne Knarre in der Hand. Seltsam!
Wir lernen viele wichtige Dinge für unser eigenes Leben. Zum Beispiel niemals Hochprozentigen im Haus zu haben, wenn ein ausgebrochener Pyromane im Hausflur unterwegs ist und wenn dann mal der Strom ausfällt, Elektrogeräte (hauptsächlich sperrige) mitzunehmen. Das machen da alle! Man sieht, viele witzige Momente und trotzdem ist der Film ernst und macht Spaß. Unterm Strich ein toller, turbulenter Actionkracher, der auf mehr Gegenliebe stoßen sollte als "Der Schlächter".
Ein schönes Gegenstück zu "Der Schlächter" und im Endergebnis eine runde Sache für diese absolut empfehlenswerte Veröffentlichung.
Beide Daumen hoch!